Landwirte sind keine Brunnenvergifter


Zur Trinkwasserinitiative schrieb in der «Botschaft» ein Leserbriefschreiber, dass früher Brunnenvergifter in der Regel mit dem Tod bestraft wurden. Wir finden, dass der Begriff Brunnenvergifter im Zusammenhang mit der Trinkwasserinitiative eine Frechheit und eine Beleidigung für unsere Landwirte ist. Dieser Ausdruck offenbart die undifferenzierte Denkweise von radikalen Initianten und Befürwortern der Trinkwasserinitiative und deren unglaubwürdige Stimmungsmache. Denn, wäre die Lage so gefährlich wie mit diesem Begriff suggeriert wird, dürfte der Leserbriefschreiber und kein Mensch Wasser vom Hahn trinken. Notabene bestens kontrolliertes Schweizer Trinkwasser, das qualitativ weltweit zur Spitze gehört!

Wichtig ist, dass die Gefahr der Trinkwasserverunreinigungen bekannt ist und Gegenmassnahmen gesetzlich geregelt und am Laufen sind. Recht hat der Leserbriefschreiber beim Punkt, dass sich einzelne Landwirte nicht korrekt verhalten und er diese anprangert.

Auch beim Thema Einsatz von Pestiziden ist die Landwirtschaft längst daran, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Deshalb brauchen wir keine radikale Initiativen, die unsere einheimische Landwirtschaft schwächen und die Produktion verteuern. Eine Folge davon wäre, dass mehr ausländische Lebensmitteln auf unseren Tisch kommen, deren Herstellung und Transport weniger umweltfreundlich ist. Wer nachhaltig sein will, sollte bei den Importprodukten genauer hinschauen, statt unsere hochregulierte Landwirtschaft anzugreifen. Beide «Agrarinitiativen» verdienen ein Nein auf dem Abstimmungszettel.


Parteileitung SVP Bezirk Zurzach